Fondsgebundene Rentenversicherung: Versuchen Sie mit etwas Einfachem - Rechnen!

Faire private Rentenversicherung? Einfacher Trick entlarvt Verkaufs-PR.

3. Jan 2018

Als ich am 2. Januar den Wirtschaftsteil der Süddeutschen Zeitung aufschlug, war ich begeistert. Die SZ hatte mit einer 40-jährigen Vietnamesin gesprochen, die sich in Deutschland vom flüchtenden Waisenkind zu einer beachteten Gründerin hochgearbeitet hat – Nga Le. Großartig, denke ich. Was für eine spannende Frau. Und es wurde noch spannender.

Sie hat kürzlich eine „neuartige Versicherung namens Pangaea Life“ gegründet. Mit dieser Versicherung will sie „fair zu den Kunden und nachhaltig sein“, sagt sie. Vor allem wolle sie „damit einen Wandel in der Versicherungsbranche befördern“.

Starke Worte. Finde ich gut. Muss ich sofort nachschlagen. Eine neuartige Versicherung!

Kernbotschaft: Wir von Pangaea Life sind die Guten!

Schon der Begriff Pangaea Life hat es in sich. Er steht für die Universal-Landmasse der Erde, bevor sich diese in die Kontinente teilte. Mehr Bedeutung geht kaum.

Und auch die Website strotzt vor positiver Bedeutung: renditestarke Vorsorge, Verantwortung für die Umwelt, ethische Kriterien, lebenslanges Zusatzeinkommen, auch kleinere Beträge profitieren von der Anlageklasse … naja, und so weiter. Nichts Neues hier, denke ich. Ein bisschen viel PR-Blabla ohne Substanz, wenn ich auf der Fairness-Karte spiele.

Und bin dann doch wieder überrascht.

Kernprodukt: Fondsgebundene Rentenversicherung

Das wichtigste Produkt der „neuartigen“ Versicherung bei Pangaea Life ist eine Investment-Rente – als „Lebenslange Rente mit der nachhaltigen fondsgebundenen Rentenversicherung“. Die nachhaltige Investment-Rente ist also eine fondsgebundene Rentenversicherung.

Hm, ehrlich jetzt? Eine fondsgebundene Rentenversicherung? Die gehört zu den teuersten Versicherungen. Und zu den riskantesten, weil das Risiko des Totalverlusts der Geldanlage im Fond und auch eine Insolvenz der Versicherungsgesellschaft bei den Kunden und Kundinnen liegt. Das hat Christoph von Finanzküche hier sehr kurz und richtig beschrieben.

Wie nachhaltig der Fonds ist, weil er in erneuerbare Energie, Wälder oder Aufforstungen investiert, lasse ich hier mal dahingestellt. Und lese weiter auf der Website.

Die „faire“ Rente der fondsgebundenen Rentenversicherung wird mit einer Beispiel-Rechnung unterlegt. So soll bei einem

  • monatlichen Sparbetrag von 150 Euro, einer angestrebten
  • Rendite von 4 bis 5 Prozent und einer
  • Ansparzeit von 35 Jahren

ein Auszahlungsbetrag von 89.071 € herauskommen. Oder! Eine monatliche Rente von 254 €.

Hier der Screenshot vom 3. Januar 2018 mit dem von Pangaea gerechneten Beispiel.
(Update. 21.3.2019: Zu diesem Datum gab es keine Beispielrechnung mehr auf der Seite von Pangaea Life.)

Einmalkapital von 89.071 €? Oder 254 € monatlich? Beides ab dem Alter von 70 Jahren, so die Eigenrechnung von Pangaea. Richtig viel haben Frau oder Mann dann nicht mehr von der Rente, wenn man bedenkt, dass die Lebenserwartung für Frauen zurzeit bei etwa 86 Jahren liegt, für Männer bei etwa 83 Jahren. Was würde eine Frau bei dieser monatlichen Rente erhalten, sehr einfach gerechnet?
254 € x 12 Monate x 16 Jahre = 48.800 €. Eingezahlt hat sie 63.000 €, die für die Kunden arbeiten sollen.

Das Versicherungs-Zahlen-Werk klingt niedrig. Zu niedrig. Ich rechne nach.

Kernrechnung: Die „faire“ ist teuer wie alle anderen

Ich gehe auf zinsen-berechnen.de – auf den Sparrechner – und gebe die Eckdaten der Beispielrechnung der fondsgebundenen Rentenversicherung in die Formular-Maske ein: 150 € mtl. Sparrate, 35 Jahre Ansparzeit, Zinssatz 4 Prozent. Das Ergebnis ist erstaunlich:

Fondsgebundene Rentenversicherung - Beispielrechnung nach 35 Jahren

Ja, Sie haben richtig gelesen!

Ergebnis: 135.004 € 
Ergebnis abzüglich Abgeltungssteuer: 119.144 €

Unterschiedsrechnung:
135.004 € selbst gerechnet

– 89.071 € Beispielrechnung der Versicherung
= 45.933 € Unterschied

Der Unterschied zwischen dem errechneten möglichen Rentenkapital beträgt stolze 45.933 €! Selbst, wenn die Abgeltungssteuer abgezogen wird, bleibt ein Unterschied von 30.073 €. (Gebühren für Kauf und Verkauf lasse ich der Einfachheit halber weg. Sie ändern das Ergebnis in seiner Aussage nicht.)

Warum hat die fondsgebundene Rentenversicherung – und sei das Geld noch so nachhaltig investiert – so wenig Rentenkapital am Ende? Die Antwort darauf ist einfach: Weil eine fondsgebundene Rentenversicherung hohe Abschluss- und Vertriebskosten hat, dazu hohe Verwaltungs- und Fondskosten.

Und da macht die „neuartige“ private, fondsgebundene Rentenversicherung keine Ausnahme. Nachhaltigkeit ist wichtig und richtig. Zum „Wandel in der Versicherungsbranche“ gehört für mich aber mehr als nur einen Fonds unter Umweltaspekten aufzulegen und den üblichen Versicherungsmantel darum zu kleiden.

Natürlich ist das nur eine Überschlagsrechnung. Und das Angebot von Pangaea Life nur ein Beispiel unter vielen bei Rentenversicherungen. Aber allein solche Überschlagsrechnungen liefern ein wichtiges Ergebnis.

Rechnen Sie selbst nach!

Mit so einer einfachen Rechnerei können Sie selbst herausfinden, ob es sich lohnt, eine private fondsgebundene Rentenversicherung näher anzuschauen. Oder was davon zu halten ist – und wer gewinnt. Diejenigen, die nach einer guten Altersvorsorge suchen, sehr wahrscheinlich nicht.

Selbst wenn der Fonds sich um die Umwelt kümmert. Ernsthaft nachvollziehen können Sie das von außen bei einem Versicherungsmantel nicht. Die Versicherung erklärt auch auf ihren Seiten nicht, wie ihre Beispielrechnung zustande kommt. Nachvollziehbar ist eine fondsgebundene Rentenversicherung nicht.

Die eigene Rechnung zeigt Ihnen noch etwas: Wenn Sie selbst 150 € monatlich 35 Jahre lang anlegen, in ETFs z.B., oder in Aktien, wenn Sie sich das zutrauen, oder in Aktienfonds, dann tragen Sie zwar auch das Risiko. Sie erhalten aber auch den Gewinn, abzüglich Gebühren und Abgeltungssteuer. Und zwar transparent und jederzeit für Sie selbst einsehbar!

Gerade bei einem Anlagehorizont von 35 Jahren ist das Verlustrisiko begrenzt. Die Zeit gleicht Tiefschläge aus. Lassen Sie sich von hübschen PR-Botschaften nicht ins Bockshorn jagen. Rechner zücken und Zahlen für sich sprechen lassen bringt mehr.

Die agile Vietnamesin hat zwar immer noch meine Sympathie. Ihr Produkt Pangaea Life aber fällt bei mir durch. Ich erkenne keinen Wandel, der dieses Wort verdient, und Fairness wie Transparenz sehen für mich doch anders aus.

 

Nachtrag, November 2019

Ich habe mal wieder Post erhalten. Von der Mutter der Pangaea Life, die Bayerische. Geschrieben hat die Pressesprecherin Julia Rieger. Am 22. November 2019 erreichte mich der umfangreiche Kommentar. Weil er in den Post-Kommentaren überdimensioniert ist, veröffentliche ich ihn unter meiner nüchternen Überschlagsrechnung zu dieser besonderen Fondsgebundenen Rentenversicherung.

Bilden Sie sich selbst eine Meinung zwischen meiner Rechenübung mit den Angaben der Pangaea Life aus dem Januar 2018 und den heutigen, umfangreichen Zeilen der Öffentlichkeitsabteilung der Versicherung.

Wichtiges Detail: Die Bayerische legt jetzt die zugrunde gelegten Zahlen und Annahmen offenlegen. „4 Prozent vor Kosten des Fonds, oder 2,82 Prozent echter Fondsentwicklung“. 2018 stand nur 4-5% Rendite. Zum Vergleich. Die Rendite (inkl. Inflation) einer Börsenphase von 15 Jahren liegt zw. 7 und 10 Prozent. Interessant auch, dass die Pressesprecherin bei Geldanlagen offenbar stets von Ausgabeaufschlägen ausgeht.

Lesen Sie selbst:

Julia Rieger, Pressesprecherin die Bayerische:

„Leider sind die Fakten in dem Blogbeitrag „Faire private Rentenversicherung? Einfacher Trick entlarvt Verkaufs-PR“ zu unserer nachhaltigen Vorsorgelösung Pangaea Life ein wenig durcheinander geraten. Hierzu haben wir in den Kommentaren auch bereits Stellung bezogen. Wir haben nun die Punkte noch einmal detailliert zusammentragen, um die Verdrehung der Fakten wieder gerade zu rücken.

Ein Absatz der Autorin lautet: „Wie nachhaltig der Fonds ist, weil er in erneuerbare Energie, Wälder oder Aufforstung investiert, lass ich hier mal dahingestellt. Und lese weiter auf der Website.“

Gerade bei einem nachhaltigen Produkt ist es fragwürdig, wenn man den Kern des Produkts – nämlich den Grad der Nachhaltigkeit – in der Betrachtung außen vor lässt. Denn genau das ist ja die Basis des Fonds. Wir wollen diejenigen Kunden ansprechen, die das nicht dahingestellt lassen. Und diese werden im Moment immer mehr. Und ja: Echt nachhaltige Produkte sind aktuell noch teurer als der Standard. Dies liegt u.a. daran, dass Umweltkosten nicht eingepreist sind. Das kann sich jedoch bei Einführung z.B. einer CO2-Steuer oder einer Ausweitung des CO2-Zertifikate-Handels durchaus ändern.

Die Autorin bezieht sich auf eine Beispiel-Berechnung von Januar 2018 auf der Website von Pangaea Life und moniert ein zu niedriges Rentenkapital. Das Ergebnis ihrer eigenen Berechnungen lautet:

Ergebnis: 135.004 €
Ergebnis abzüglich Abgeltungssteuer: 119.144 €

Unterschiedsrechnung:
135.004 € selbst gerechnet
– 89.071 € Beispielrechnung der Versicherung
= 45.933 € Unterschied

Die Autorin schreibt weiter: „Der Unterschied zwischen dem errechneten möglichen Rentenkapital beträgt stolze 45.933 €! Selbst, wenn die Abgeltungssteuer abgezogen wird, bleibt ein Unterschied von 30.073 €. (Gebühren für Kauf und Verkauf lasse ich der Einfachheit halber weg. Sie ändern das Ergebnis in seiner Aussage nicht.)“

Unsere damalige Beispiel-Berechnung beruht auf einer Verzinsung von vier Prozent Brutto, also vier Prozent vor Kosten des Fonds, oder 2,82 Prozent echter Fondsentwicklung (= Verzinsung des Kapitals). Hier stellt die Autorin fälschlicherweise eine Rechnung mit einer Verzinsung des Kapitals von vier Prozent daneben. Rechnet man dagegen mit vier Prozent Fondsentwicklung (Netto), also vier Prozent Verzinsung des Kapitals innerhalb der Versicherung (so wie es die Aussage vier bis fünf Prozent Rendite des Fonds auch ausgesagt), so ergibt sich ein hochgerechnetes Kapital von 112.325 Euro bzw. eine Rente von 427,52 Euro. (siehe Angebot im Anhang).
Somit ergibt sich bei diesen Berechnungen ein ganz anderes Bild. Es sind dann nur noch 22.679 Euro bzw. 6.819 Euro Unterschied.

Setzen wir nun realistische Ausgabeaufschläge von vier Prozent und Depotkosten von 0,1 Prozent des Guthabens an, dann reduzieren sich die 135.004 Euro schon auf 127.381 Euro. Bei Berücksichtigung der Steuer werden daraus nur noch 113.279 Euro.
Das heißt: Der Kunde zahlt 954 Euro über 35 Jahre (oder 25,26 Euro pro Jahr, oder 2,27 Euro pro Monat) dafür, dass er ein echt nachhaltiges Produkt mit Versicherungsschutz und professioneller Beratung hat. Das muss nun jeder für sich selbst entscheiden, ob es ihm das wert ist.

Auch die Aussage „Gebühren für Kauf und Verkauf lasse ich der Einfachheit halber weg“ ist nicht zielführend. Der oben genannte Unterschied entsteht durch die Kosten, die durch eine ausführliche Beratung und die Verwaltung des Kundenvermögens entstehen. Wer beides der „Einfachheit halber“ weglässt, vergleicht Äpfel mit Birnen. Natürlich kann ein Online-Depot ohne Beratung und einfacher Index-Abbildung mittels eines ETFs billiger sein. Den „Geiz ist geil“-Kunden wollen wir aber auch gar nicht erreichen. Zudem ist es mit den Gebühren für Kauf und Verkauf nicht getan. Auch Depotgebühren müssten korrekterweise eingerechnet werden – was von Geldfrau offensichtlich nicht gemacht wurde.

Fazit:

1. Nur auf Abschluss- und Vertriebskosten als einziges Renditekriterium einzugehen ist falsch. Denn nur Rentenversicherungen leisten lebenslange Zahlungen – egal, ob der Versicherte 90 oder gar 100 Jahre alt wird. Fonds in einem Depot können das nicht. Dabei ist die Autorin selbst inkonsequent, weil sie bei ihrer Fonds-Rechnung deren Abschluss- und Vertriebskosten einfach unter den Tisch fallen lässt – auf der anderen Seite aber die Wichtigkeit hervorhebt.

2. Mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 86 Jahren zu rechnen, trifft das Problem nicht: Was, wenn der Mensch länger lebt? Bei der Rentenversicherung bekommt er dann länger Geld, die kalkulatorische Rendite steigt damit von Jahr zu Jahr – beim Fondsdepot nicht. Denn die Lebenserwartung blendet das eigentliche Risiko aus: Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes erlebt eine heute 50-jährige Frau (deren Lebenserwartung „nur“ 86 Jahre beträgt) den 95. Geburtstag mit einer Wahrscheinlichkeit von über 17 Prozent.

3. Entscheidend ist, dass der Pangaea-Life-Fonds die strengsten Nachhaltigkeitskriterien am Markt hat – mehr als jeder andere Fonds- und ETF der Branche. Und vielen Menschen ist das auch bei der Geldanlage wichtig. Das mag der Autorin egal sein, es ist aber respektlos gegenüber Menschen, die anders denken.

Bei weiteren Fragen melden Sie sich jederzeit gerne bei uns.

Schöne Grüße

Julia Rieger
die Bayerische

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Das sagen Sie dazu

Andi

Hallo Geldfrau,
manchmal gibt es aber auch Zufälle… ich habe fast die gleiche Rechnung am Wochenende gemacht, allerdings aus einem anderen Grund heraus:
Ich habe leider schon so eine fondsgebundene RV abgschlossen.
Mal meine Eckdaten:
Monatliche Einzahlung: 100€
Laufzeit: 41Jahre (Beginn 2012)
Was ich mittlerweile weiß:
Kostenbelastung:
Garantiegebühr monatlich: 5€
Verwaltungsgebühr monatlich: 4€
Fondskosten pro Jahr: ~1-2% (geschätzt)
Abschlusskosten: in den ersten 60 Monaten fließen nur 30% nach Kostenabzug in meinen Vertrag also:
(100€-4€-5€)*70%=Abschlusskostenanteil eines Monatsbeitrags innerhalb der ersten 60Monate

So 🙂 ….
…da zieht es einem erstmal die Füße unter dem Boden weg oder?
Leider bin ich erst heute dahinter gekommen, was ich da eigentlich abgeschlossen habe. Damals war mir das so bei weitem auch nicht bewusst – neutrale Informationen wie in diesem Blog hab ich damals nicht gefunden.
(By the way: Mir ist bewusst, dass ich selber den Mist unterschrieben habe…)

Also was tun mit dem Vertrag ab heute??
1. Fakt:
Die ersten 60Monate sind durch. Heißt, die Abschlussgebühr hab ich schon verloren (~4000€).
2. Fakt:
Ich verliere jedoch monatlich je 100€ Beitrag weitere 4€+5€+Fondskosten.
3. Fakt:
Die Garantie ist eigentlich für die Katz! Ich hab noch 35Jahre… es ist extreme unwahrscheinlich, dass bei einer Anlage in ETF die Rendite über 35 Jahre negative ausfällt.
Zumal mir bei meiner RV nur der Beitrag nach Kostenbelastung (also 100€-9€=91€) garantiert wird….
4. Fakt:
RV wird nur nach Halbeinkünfteverfahren besteuert – das ist safe.
ETF können in 35Jahren höher als heute besteuert warden – Risiko.
Aber was hilft mir das wenn ich in der RV ca. 30.000€ weniger Rendite einfahre ggü. den ETF?
Lieber hab ich mehr Zins uns versteuere diesen dann… Wo nix ist (hier in der RV) muss ich auch nichts über Halbeinkünfteverfahren versteuern…

Fazit:
Vertag kündigen -> 4000€ Verlust in Kauf nehmen (bitteres Lehrgeld).
Alternative Anlage:
100€ mehr in mein ETF Weltportfolio stecken.
Kostenbelastung dort:
Sparplanausführung: Kostenlos bei Onvista (da spare ich eh schon…)
Jährliche Fondsgebühr: ~0,2%

Siehst Du das genauso wie ich?
Somit kann ich wenigstens die Zukunft etwas besser gestalten.

Grüße
Andi

    Geldfrau

    Lieber Andi, mein Beileid!
    Aber auch ich habe so manches Lehrgeld bezahlt. Kopf hoch!
    Was du auch überlegen könntest wäre, die RV beitragsfrei zu stellen. Da müsstest du mal durchrechnen, was das Verwalten deines Guthabens kostet. Denn die Versicherung langt auch da hin. Bevor du kündigst, frage schriftlich nach dem aktuellen Rückkaufswert. Eine Laufzeitverkürzung auf 12 Jahre bringt dir nichts, da du die Auszahlung vor dem 60 Lebensjahr erhalten würdest. Doofe Situation. Aber: Du hast noch viel Zeit und ja, manchmal ist ein Ende mit Schrecken besser, als sich so auszuliefern wie bei solchen RV.
    Toi, toi, toi – Dani

Eva

Hallo Geldfrau,

guter Beitrag. Ich bin immer wieder erstaunt was doch für Bauernfängerei kursiert.

Ich habe auch noch eine kleine Leiche (abgeschlossen von meinen Eltern) in Form einer fondgebundenen Lebensversicherung und nach dem ich dann irgendwann mal nachgerechnet habe und bei der Maklerin angerufen habe und sie mit Fragen gelöchert habe, warte ich bisher auf die Bestätigungsrechnung meiner Versicherung….. hmmmmm mal sehen, wie lange die noch brauchen, um ihr eigenes Produkt mir vorzurechnen.

Auf jedenfall guter informativer Beitrag.

Grüße Eva

    Geldfrau

    Hi Eva,
    das Erstaunen liegt ganz auf meiner Seite. Das Schlimme daran: Die Bauernfänger kommen immer noch zu oft durch mit ihrer Masche. Vermutlich wirst du nichts wirklich Substantielles von der Versicherung erfahren 🙂

Dietmar Wohlleben

Super Beitrag! TEST berichtete in der Finanztest 12/2016 über „fondsgebundene Rentenversicherungen“ („häufig teuer und unrentabel“). Die Bayrische – Mutter der Pangaea Life – schnitt dabei mit 2,12% jährlicher Kosten für „FRV GSB“ sehr schlecht ab. Zum Vergleich: Testsieger CosmosDirect Flexibler Vorsorgeplan FFV hatte nur 0,32% Kosten p.a.. Welch enorme Kosten da bei 20-30 Jahren Laufzeit auflaufen, kann sich jeder ausmalen!
Wer mit dem Gedanken spielt, eine fondsgebundene Rentenversicherung abzuschließen, sollte sich unbedingt den Artikel holen:
http://bit.ly/2Gyo9az

Wolfgang Zdral

Leider geraten bei dem Beitrag die Fakten durcheinander:

1. Nur auf Abschluss- und Vertriebskosten als einziges Renditekriterium einzugehen ist falsch. Denn nur Rentenversicherungen leisten lebenslange Zahlungen – egal, ob der Versicherte 90 oder gar 100 Jahre alt wird. Fonds in einem Depot können das nicht. Dabei ist die Autorin selbst inkonsequent, weil sie bei ihrer Fonds-Rechnung deren Abschluss- und Vertriebskosten einfach unter den Tisch fallen lässt – auf der anderen Seite aber die Wichtigkeit hervorhebt.

2. Mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 86 Jahren zu rechnen, trifft das Problem nicht: Was, wenn der Mensch länger lebt? Bei der Rentenversicherung bekommt er dann länger Geld, die kalkulatorische Rendite steigt damit von Jahr zu Jahr – beim Fondsdepot nicht.

3. Entscheidend ist, dass der Pangaea-Life-Fonds die strengsten Nachhaltigkeitskriterien am Markt hat – mehr als jeder andere Fonds- und ETF der Branche. Und vielen Menschen ist das auch bei der Geldanlage wichtig. Das mag der Autorin egal sein, es ist aber respektlos gegenüber Menschen, die anders denken.

    Geldfrau

    Hallo Herr Zdral,
    leider haben Sie nicht im Text geschrieben, dass Sie Kommunikationschef der Bayrischen Versicherung sind, der „Mutter“ des Pangaea Life-Fonds. Ihre E-Mail-Adresse belegt es immerhin.
    Anstatt meine Kritikpunkte ernsthaft aufzugreifen, rechtfertigen Sie das Konstrukt und kanzeln mich dazu noch ab.
    Dabei habe ich Sie nur beim Wort genommen und die versprochenen Zahlen gegengerechnet und Statistik angewandt. Alles transparent nachvollziehbar.
    Den Grad meiner Respektlosigkeit gegenüber Menschen, die in nachhaltigen Kategorien denken, können Sie gern in meiner mehrteiligen Serie zum Thema „Nachhaltig Investieren“ nachlesen.

Michael Ronnefeldt

Hallo Herr Zdral,
ich bin Versicherungs- und Finanzmakler und gebe Ihnen recht bei der Bedeutung des Langlebigkeitsrisikos. Deshalb habe ich die von der Geldfrau nachvollziehbar durchgeführte Berechnung noch mit Fondskaufkosten (1,5%) und Fondsverwaltungskosten (0,25%) ergänzt.
Ergebnis: 109.877,42 €.
Diesen niedrigeren Betrag habe ich dann einem Entnahmeplan zugrundegelegt, um zu ermitteln wie lange denn die von der Pangrea Life ermittelte monatliche Rente (254,74 €) aus dem Kapital bezogen werden kann unter Zugrundelegung einer fortlaufenden Rendite des verbleibenden Kapitals i.H.v. 3%, einer jährlichen Steigerung der Rente um 1,5% (Inflationsausgleich) und einer Steuerbelastung mit Abgeltungssteuer und einem Freibetrag i.H.v. 400,- €. Ergebnis: 42,94 Jahre!

Das Vermögen ist also mit knapp 112 Jahren aufgebraucht. Meinen Kunden und mir reicht dieses Endalter.
https://www.zinsen-berechnen.de/entnahmeplan.php?paramid=1stjyu9k0v

Bei 30 Jahren Entnahmedauer bis zum Ableben (Endalter 100) beträgt die monatliche Entnahme anfänglich 347,30 €. Also über 90 € mehr monatlich.
Damit habe ich bisher noch jeden jungen Kunden (übrigens seinerzeit auch Ihren Maklerbetreuer, der mich besuchte) davon überzeugt, dass eine ETF-Anlage für die Altersvorsorge einer privaten Rentenversicherung vorzuziehen ist.

    Geldfrau

    Danke für die Ergänzung, Herr Schoder. 🙂 In der Tat, wer an die Börse geht, braucht Wissen und Selbsterkenntnis. Dann klappt das auch mit dem ruhigen Schlaf.

    Alfred Schoder

    Liebe Geldfrau,
    die Deutschen haben mehrere Milliarden Euro in Tagesgeld oder auf Sparbüchern angelegt. Jeder weiß, dass er damit keine Zinsen erwirtschaftet und trotzdem stört es fast niemanden. Man nimmt sogar in Kauf, dass die Inflation das Geld auffrisst. Es gibt mehrere Alternativen. Dazu gehört unter anderem auch der Pangaea Life Fonds. Dieser hat den Vorteil, dass er eine sehr geringe Volatilität aufweist (2018 lediglich 1,7%) und von den allgemeinen Wirtschaftsrisiken, wie z.B. dem Brexit oder dem Handelstreit zwischen China und den USA weitgehende unabhängig ist. Der Dax verlor in 2018 fast 19%, der Dow Jones verlor zu seinem Höchstand über 26%. Wer jetzt einen Aktienfonds gekauft hat (z.B. auch einen ETF) musste in 2018 gute Nerven behalten, um nicht zu verzweifeln. Der Pangaea Life Fonds hingegen hatte in 2018 einen Wertzuwachs von 4,01%. Wer also ruhig schlafen will und nicht immer auf der Jagd nach der höchsten Rendite ist, der ist mit dem Pangaea Life Fonds bestens bedient. Bitte vergleichen Sie deshalb nicht Äpfel mit Birnen oder Bananen. Dennoch schmecken alle drei besonders gut.
    Ihr Alfred Schoder, Außendienstmitarbeiter der Bayerischen Beamten Versicherungen und erfolgreicher Vermittler des Pangaea Life Fonds.

Lilith Traenen

Ich würde es anders formulieren: Schrott (Pangea Life Fonds) mit verrostetem Schrott (Tagesgeldkonto) zu vergleichen bringt nichts. Schlaue Anleger in z.B. ETFs planen diese in der Regel langfristig und wissen um mögliche Schwankungen, die „ausgesessen“ werden. Man freut sich bei niedrigen Kursen für niedrige Preise einkaufen zu können, so man denn einen Sparplan hat, diesen konsequent verfolgt und genau nicht die Nerven verliert.
Ihr PLF ist doch auch sehr langfristig angelegt 😉
Beste Grüße

    Geldfrau

    Liebe Lilith,
    hm, ich habe den Fonds gar nicht mit Tagesgeld verglichen. Sondern nur die Daten des Pangaea Fonds in den Sparrechner eingegeben. 4% sind nicht mit Tagesgeld zu erreichen. Weiter unten im Text steht auch, wie sich solche Renditen mit 4% erzielen lassen – z.B. mit ETFs. ?
    Beste Grüße zurück – Dani

Alfred Schoder

Liebe Lilith,
wer nur in ETF`s anlegt, den würde ich nicht als schlauen Anleger bezeichnen. ETF`s lohnen sich meiner Ansicht nach als Beimischung und/oder für den Einsteiger. Genauso verhält es sich mit dem Pangaea Life Fonds. Er ist nicht die einzige Lösung für die Altersvorsorge, sondern lediglich als Beimischung gedacht. Viele Wege führen zum Ziel.
Ihr Alfred Schoder
(Generalvertreter BayerischeVersicherungen)

Daniel

Hallo Herr Schoder, warum genau ist man als ETF-Anleger in Ihren Augen nicht schlau und warum lohnen sich ETFs nur als Beimischung und / oder für Einsteiger? Auf diese Begründung bin ich gespannt. In der Begründung bitte ich darum, den „Deppenapostroph“ wegzulassen … (ist ein bisschen böse, ich weiß, aber ich fand Ihren Kommentar auch wirklich sehr unqualifiziert)

Alfred Schoder

Lieber Daniel,
ich habe den Begriff „schlau“ aus dem Kommentar von Lilith Traenen vom 24.03.19 übernommen. Es stammt also nicht aus meinem Vokabular. Ein ETF (Mehrzahl ETF`s oder auch ETFs) läuft immer gut, solange es mit den Börsenkursen nach oben geht. Die Qualität eines Fonds zeigt sich, wenn die Kurse fallen. Dann fällt der ETF im gleichen Maße 1:1. Ein gut gemangeter Fonds wird dagegen halten und die Verluste begrenzen. Beispiel: BB Adamant Medtech & Services, Laufende Kosten 2,3% p.a., Wertsteigerung +13,55% in 2018. Der ETF SPDR MSCI Europe Health Care dagegen mit 0,30% Kosten p.a. hatte im gleichen Zeitraum einen Verlust von -3,07% eingefahren. Beide Fonds legen im Spektrum Gesundheit/Pharma an. Da das Jahr 2018 weltweit ein schlechtes Börsenjahr war, hatte der reine ETF-Anleger einen Verlust. Ich könnte noch mehrere solche Beispiele bringen.
Ich bin kein Feind von ETFs. Jedoch sollte man nicht immer nur auf die Kosten achten. Das wäre zu einfach. Gut informiert zu sein ist die beste Geldanlage. Und vor allem breit streuen.
Alfred Schoder (Auendienstmitarbeiter der Bayerischen Beamten Versicherungen)

    Fausto

    Hallo Herr Schoder,

    Sie werden für jedes Jahr, jeden Markt, jede Branche Beispiele finden können, in denen ein aktiv gemanagetes Produkt seine Benchmark nach Kosten schlägt. Die Zahl solcher Fonds, denen das über viele Jahre hinweg sowohl bei steigenden als auch bei fallenden Märkten geglückt ist, liegt im unteren einstelligen Prozentbereich und die Vorhersage, welchen das zuverlässig für die nächsten Jahrzehnte glücken wird, ist unmöglich zu treffen. Die Chance, dabei daneben zu liegen ist um ein Vielfaches höher.

    Somit bleibt für die langfristige private Vermögensanlage nur der Ansatz möglichst kostengünstig an der Marktentwicklung zu partizipieren. Rentenversicherungen sind ein adäquates Mittel, um Langlebigkeits- und Sequence of Return-Risiken abzudecken. Dass diese Absicherung Kosten verursacht ist auch legitim.

    Die zusätzlichen Risiken der enorm langen Vertragsbindung machen diese Produkte allerdings für Anbieter wie Kunden schwierig und der in Deutschland vorherrschende Provisions-getriebene Vertrieb führt leider allzu oft zu unangemessenen Empfehlungen für den Kunden. Ich arbeite selbst für eine Versicherung und halte das Konzept, individuell untragbare Risiken gemeinschaftlich aufzufangen für eine wichtige Errungenschaft unserer Gesellschaft. Einige Auswüchse sowohl in der Produktgestaltung als auch im Vertriebsgebahren gerade in der Personenversicherung halte ich allerdings für beschämend.

    In Ihrer Argumentation und der von Herrn Zdral hätte ich mir gewünscht, dass Sie aufzeigen, für welche Kundengruppen das Pangaea-Produkt Vorteile gegenüber einer Anlage in ein weltweit gestreutes ESG-ETF-Portfolio aufweist und welche Vorteile das sind. Dass Sie vom Ertrag her bei unterstellter zweistelliger Lebenserwartung nach Kosten mit einer Fonds-RV keine Chance gegen ein ETF-Portfolio haben, sollte für alle Beteiligten offensichtlich sein. Aber vielleicht gibt es trotzdem gute Gründe, die für Ihr Produkt sprechen und die Sie hier ausführen möchten.

Andi

Hallo zusammen,
ich stehe gerade unmittelbar vor dem Abschluss einer Fondsgebundenen Rentenversicherung bei den Bauernfängern und möchte kurz die Argumente anführen, die mich in der Entscheidung bestärken:
1. Als Basisrente in Form der privaten Altersvorsorge steuerlich absetzbar (Rürup)
2. Pfändungsschutz im Falle einer Privatinsolvenz; bei jedem ETF-Sparplan wäre die Kohle futsch
3. Zur Rück-Versicherung habe ich zudem einen Versicherungs-Check bei der Verbraucherzentrale vereinbart, um auf Nummer sicher zu gehen, keinen Mist abzuschließen – kann ich jedem empfehlen.
LG und frohe Altersvorsorge
Andi

    Geldfrau

    Lieber Andi,
    dann hier die Argumente, die für mich gegen Rürup sprechen.

    1. Black Blox. Versicherer muss die meisten seiner Hintergrund-Zahlen nicht offenlegen.
    2. i.d.R. nicht vererbbar (manchmal Hinterbliebenenrente für bestimmte Zeit inkl. oder durch Zusatzversicherung)
    3. Vertrag nicht künd- und damit auflösbar, kann nur beitragsfrei gestellt werden (an Ihr Geld kommen Sie erst wieder durch die Rentenzahlungen)
    4. Rente ist im Alter zu versteuern
    5. teuer, Abschluss kann Tausende Euro kosten (über Monats-Beiträge zu zahlen)
    6. Fondsgebunden bedeutet, dass im Zweifel nur ihr eingezahltes Geld verrentet wird bzw. weniger, je nach Versicherungstyp
    7. bei Beitragsfreistellung der Versicherung zehren Verwaltungskosten mächtig am Angesparten
    8. Anbieterin ist ein privates Unternehmen, das Pleite gehen kann.
    9. zugesagte Renten sind kürzbar, wenn es Versicherung schlecht geht (hat Gesetzgeber beschlossen)
    10. Zuteilung der Rente nach – wie ich finde – ewig langen Sterbetafeln

    … hier mach ich jetzt mal Schluss. Ich kann mir keinen einzigen Fall vorstellen, bei dem eine Rürup-Rente sinnvoll ist.

    Außerdem: Planen Sie wirklich, sich derart zu verschulden, um in die Privatinsolvenz zu gehen? Diese Wahrscheinlichkeit tendiert bei den meisten gegen Null und ist von Ihnen direkt zu beeinflussen. Z.B. bei Selbständigkeit durch Gründen einer GmbH.

    Beste Grüße – Dani

Alfred Schoder

Liebe(r) Fausto,

Sie kennen sich bestimmt im Skisport aus. Würde jemand (außer ein Ahnungsloser) auf die Idee kommen, den Skispringer Richard Freitag gegen den Abfahrtsläufer Thomas Dreßen antreten zu lassen? Nein ,natürlich nicht. Beide gehören in ihrer Sparte zur Weltspitze und trotzdem würden Beide in der anderen Skisportart nicht sonderlich auffallen. So verhält es sich mit Aktienfonds, Rentenfonds, Mischfonds, Immobilienfonds, Strategiefonds, Themenfonds oder alternativen und nachhaltigen Fonds. Es ist deshalb nicht sinnvoll, den Pangaea life Fonds mit einem Aktien-ETF zu vergleichen, da der Pangaea nicht in Aktien investiert ist. Bei der Geldanlage sollte es nicht heißen „entweder oder“ sondern „sowohl als auch“. Die Wertentwicklung des Pangaea life Fonds mit 9,3% nach 2 Jahren kann sich sehen lassen. Das beantwortet Ihre Frage, für wen der Pangaea life Fonds geeignet ist. Für alle Anleger, welche konservativ anlegen möchten und für denen das Auf und Ab an den Börsen ein Greuel ist. Für Alle, welche eine Summe von mindestens 15000 Euro als Einmalanlage nur für ein paar Jahre anlegen möchten mit der Aussicht auf eine gute Rendite. Für Alle, die neben ihrem Aktienfonds und Festgeld usw. noch eine Alternative suchen und vielleicht auch noch mindestens 25 Euro im Monat in einen nachhaltigen Fonds ansparen möchten. Für Alle, die ihr Geld ökologisch in Windkraft, Solaranlagen, Wasserkraft usw investieren wollen. Der Fonds hat nach etwas über zwei Jahren bereits ein Volumen von über 150 Millionen Euro erreicht. Das spricht für sich selbst.

Übrigens, die Fonds zu finden, welche regelmäßig die Benchmark schlagen, ist gar nicht so schwer. Im Jahr 2016 schlugen immerhin 23% aller Aktienfonds die Benchmark. Im Jahr 2017 waren es sogar 53% und in 2018 immerhin noch 22%. Es gibt genügend Portale im Internet, die einem beim Suchen behilflich sind (z.B. Fondsweb, finanzen.net, fondsprofessional). Die ING Bank bietet eine Watchlist an, bei der man einen Fonds eingibt und man die besten Fonds der letzten 5 Jahre in dieser Kategorie als Alternative angeboten bekommt. Einfacher geht es nicht. In nur einen ETF bin ich auch unter anderem investiert.. Das ist der ComStage Nasdaq 100 mit einer Wertentwicklung von 540% in den letzten 10 Jahren. In dieser Zeit musste man aber auch einen Maximalverlust (Maximum Drawdown) von 46 % und eine durchschnittliche Kursschwankung (Volatilität) von 15% ertragen. Dagegen hatte der Pangaea life Fonds nur eine Volatilität von 1,34% in 2 Jahren.

Herzliche Grüße
Alfred Schoder

Henning Schmidt

Liebe Geldfrau, kurze Nachfrage: Sie kritisieren fondsgebundene Rentenversicherungen wegen des Totalverlustrisikos und argumentieren damit auch implizit in Ihrer Antwort zur Rüruprente (6.). Gleichzeitig sprechen Sie pro ETFs (völlig zurecht). Nun ist hier doch letztlich das gleiche Kapitalmarktrisiko vorhanden. Oder wie ist das zu verstehen?

    Geldfrau

    Lieber Henning,
    in der Tat. Gleiches Risiko, klar bei Aktien. So auch bei ETFs. Haben wir Aktien/ETFs aber selber im Depot, können WIR bestimmen, wann wir sie verkaufen.
    Liegen Aktien/ETFs in einem Fonds im Versicherungsmantel, bestimmt der Fonds bzw. die Versicherung, wann verkauft wird (werden muss laut gesetzlichen Regeln, Versicherungspolitik etc.)
    DAS macht den Unterschied.
    Wir können die Papiere liegen lassen im Abwärtsschwung, in der Rentenversicherung werden die Kursverluste beim Verkauf materialisiert und damit real – zum vollen Nachteil derjenigen, die auf eine Rente hoffen.
    Beste Grüße – Dani

Alfred Schoder

Liebe Dani,

ich habe eine hohe Meinung von Ihnen. Sie kennen sich aus, wenn es sich um Anlagen in ETFs handelt. Es ist wichtig, dass es solche Frauen wie Sie gibt, die den Menschen zeigen, wie man Geld anlegt und für das Alter vorsorgt. Jedoch sollten Sie sich nicht mit Themen befassen, von denen Sie offensichtlich wenig Ahnung (Basis-Rente) haben. Zumindest sollten Sie sich vorher kundig machen.
Sie kennen das Sprichwort „Schuster bleib bei deinen Leisten“. Ihre Antwort zu dem Brief von Andi zum Thema Basis-Rente ist gespickt mit Halbwahrheiten und Unwissen und trieft nur so von Polemik.
Ich kann Andi nur empfehlen, den Termin bei der Verbraucherzentrale wahr zu nehmen bzw. mal mit einem Steuerberater zu sprechen, also fachkundigen Personen.
Gerne bin ich bereit, wenn Sie es wünschen, Ihre Argumente mit entsprechenden Fakten zu entkräften.

Es grüßt Sie herzlichst Alfred Schoder

    Geldfrau

    6. – hier ließe sich wohl diskutieren.
    Alles andere ist weder halbwahr noch falsch, nur weil es knapp formuliert ist. Unser Blickwinkel ist ein anderer.
    Ich bleibe bei meinen Leisten. Und wie! Und schreibe weiter kritisch über Rürup & Co. und maße mir sogar an, polemisch zu sein.

    Zu Rürup ist schon alles geschrieben. Frau und Mann muss es nur lesen, bitte von unabhängigen Stellen.
    Ich bitte herzlich darum, die von einem „Berater“ auf eine Rürup-Rente angesprochen werden, sich vorher schlau zu machen. Selbständig und unabhängig.

    Ich schließe hier die Kommentare. Dieses Ping Pong hilft niemandem.

Geldfrau

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Ingo Schröder

Liebe Geldfrau,

ich finde den Artikel klasse, nur ist er mir an einigen Stellen zu reißerisch. Es gibt zum Beispiel auch eine provisionsfreie Alternative und dann sieht die Rechnung schon ganz anders aus. In meiner Wahrnehmung wird leider nicht auf den Nachhaltigkeitsgesichtspunkt eingegangen bzw. hier ein Vergleich zwischen nachhaltigen ETFs und der Pangaea Life Variante erstellt. Damit ein Verbraucher sich eine Meinung bilden kann, gehört das aus meiner Sicht dazu. Danach kann er für sich abwägen, ob er das etwas teurere aber nachhaltige Produkt der Pangaea haben möchte oder einen günstigeren weniger nachhaltigen ETF. Beide Varianten können passend sein, je nach dem worauf der Verbraucher mehr wert legt.

Herzliche Grüße
Ingo Schröder

    Geldfrau

    Lieber Herr Schröder,
    vergessen Sie nicht: Als der Artikel 2018 entstand, warb die Pangea Life mit der Rechnung, die ich darstelle.
    Da stand nichts von „provisionsfrei“. Nichts nachvollziehbares von Provisionen und Kosten.
    Es war ein Rechenbeispiel zum Nachdenken. Fun-Fact: Die Pangea Life veränderte die Werbung für diese Rentenversicherung nach meiner Fingerübung.
    Nicht dem Schein aufsitzen und hinsehen ist bei Geldanlegen das A und O. Aber das wissen Sie ja als Honorarberater.
    Außerdem bleibt die Fehlkonstruktion der Fondsgebundenen Rentenversicherung. Ich verlinke nochmal zum Nachlesen das Infoblatt des Bundes der Versicherten.
    Mit Grüßen!


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