Tritt ein für eine auskömmliche Rente. Schaut hin!

Armutsfalle: So wenig Rente haben Frauen mit Teilzeit, 450-Euro-Job, Kinderzeit

8. Mrz 2018

Altersarmut ist weiblich. Weil Frauen eine viel niedrigere Rente und weniger Vermögen haben als Männer. Schon oft gehört. Jaja. Die Tatsache aber ist genauso verstörend wie unfair und erschütternd.

Wer noch keine Rente bezieht, mag das beiseite schieben. Die Zahlen sprechen aber eine eindringliche Sprache: HINSEHEN und HINHÖREN

Die gesetzliche Rente für Frauen liegt 2017 durchschnittlich bei 665 Euro im Monat. Die meisten Rentnerinnen liegen sogar unter diesen 665 Euro. Mit dieser Rente könnte ich noch nicht einmal mein jetziges Wohnen bezahlen, geschweige denn davon leben.

Die „doppelte Vergesellschaftung“ von Frauen

Ein Grund für diese Ungerechtigkeit in der Altersvorsorge ist die “doppelte Vergesellschaftung” von Frauen. Das heißt: Sie gehen einem Beruf nach, sind aber weiterhin für einen Großteil der (nicht bezahlten) Hausarbeit und Kinderbetreuung verantwortlich. Wie der Gleichstellungsbericht der Bundesregierung zeigt, erledigen Frauen in Beziehungen mit Kindern rund 80 (!) Prozent der Sorgearbeit.

Würde diese Sorgearbeit bezahlt durch faires Teilen der partnerschaftlichen Finanzen und durch Teilhabe am gesellschaftlichen Wohlstand durch Steuergelder, hätten Frauen genug Rente für ein würdevolles Leben im Alter. Es gäbe Altersarmut auch nicht in dem Maße bei Frauen, würden Männer die Sorgearbeit erledigen, die sie ganz persönlich betrifft. Also die Hälfte.

Hier können wir Frauen auch selbst einiges tun und von unseren Partnern oder Partnerinnen eine faire Arbeitsteilung einfordern.

Faire Teilhabe = gleiches Vermögen und eigene Rente für Frauen

Wie das faire Teilen in der Beziehung gelingt? Wenn beide Partner soviel Vermögen und Rentenansprüche jeweils für sich aufbauen, – aus dem gemeinsam erwirtschafteten Einkommen – , dass jeder Partner allein davon leben könnte.

Fakt ist nämlich auch: Jede 3. Ehe wird geschieden. Wer unverheiratet ist, geht noch öfter auseinander. Frauen sind dann doppelt benachteiligt. Weil ihr Einkommen durch das berufliche Kürzertreten viel niedriger ist, als wenn sie wie ihr Partner ununterbrochen gearbeitet hätte. Das Geld reicht dann nicht, um noch genügend Altersvorsorge wie Rentenansprüche oder Vermögen aufzubauen für eine auskömmliche Rente.

Dabei halte ich es ganz mit der Feministin Antje Schrupp:

“Es geht darum, dass Frauen frei sein können, das zu tun, was sie für richtig halten und sich für ihre Wünsche einzusetzen.”Antje Schrupp, DIE ZEIT, 3. Mai 2017

Rente für Frauen – wie hoch ist sie?

Um zu verdeutlichen, warum Frauen finanziell so abgehängt werden in der Rente, habe ich die Rente für zwei Frauen selbst gerechnet. War eine ziemliche Frickelei aus Rentenpunkten nach Jahresgehalt plus den Entgeltpunkten für Kindererziehung.

Meine Annahmen:
Beide Frauen sind gut ausgebildet, mit Studium. Beide bekommen mit 30 Jahren ihre Kinder. Sie sind nicht verheiratet.

Unterschied:
Die eine lebt das traditionelle Rollenbild: Er macht Karriere. Sie pausiert beruflich viele Jahre und verzichtet auf eigenes Einkommen. Sie kümmert sich hauptsächlich um Kind und Haushalt. Nach der Trennung arbeitet er bei hohem Einkommen weiter. Sie stockt vom 450 € Job über Teilzeit auf Vollzeit auf. Die andere Frau arbeitet nacht 3 Jahren Babypause wieder Vollzeit.

Armutsfalle Teilzeit und Niedriglohn-Job

Die Rente der beiden Frauen unterscheidet sich demzufolge grundlegend. Die Frau, die viele Jahre kein Geld verdient hat, wird von ihrer Rente kaum leben können. Sie wird altersarm sein. Die andere Frau dagegen wird zumindest finanziell ein sorgenfreies Leben im Alter mit ihrer Rente führen können.

Frau mit langer Pause
450-€-Job,
Teilzeit, Vollzeit
Frau mit kurzer Pause
Vollzeit
4 Jahre Vollzeit
Jahresgehalt: 42.000 €
4 Jahre Vollzeit
Jahresgehalt: 42.000 €
mit 30 schwanger, 2 Kinder mit 30 schwanger, 2 Kinder
macht 6 Jahre Pause (also bis 36) macht 3 Jahre Pause (also bis 33)
450 Euro Job bis 45
Jahresgehalt: 5.400 €
Vollzeit bis 43
Jahresgehalt: 45.600 €
Teilzeit bis 55
Jahresgehalt: 15.600 €
Vollzeit bis 67 Jahre
Jahresgehalt: 60.000 €
trennt sich von Vater der Kinder
Vollzeit bis 67 Jahre
Jahresgehalt 33.600 €
26,5 Entgeltpunkte in der gesetzlichen Rentenversicherung 59,8 Entgeltpunkte in der gesetzlichen Rentenversicherung
Rente: 821 Euro* Rente: 1.854 Euro*

*Ein Rentenpunkt entspricht im Jahr 2017 einem Euro-Betrag von 31,03 €. Einen Rentenpunkt gibt es 2017 je Jahresbruttoeinkommen von 37.900 €.

Die Rechnung ist zwar nur eine Beispielrechnung. Sie zeigt aber eindrücklich, wie 450-€-Jobs und Teilzeit die Rente von Frauen massiv limitiert. Auch wenn Mütter für jedes Kind 3 Entgeltpunkte in der Rente erhalten. Das kann den Verlust an eigenen Rentenansprüchen nicht ausgleichen.

Also – was tun gegen Altersarmut?  Hier lesen Sie, wie sich gerade Frauen vor Altersarmut schützen können.

Der dänische Wissenschaftler Henrik Kleven hat untersucht, wie sich Kinder auf die Einkommen von Männern und Frauen auswirken. Sein Ergebnis verwundert nicht, überrascht aber in seiner Deutlichkeit doch schon:

Ob mit oder ohne Kind – Männer verdienen das Gleiche. Frauen mit Kind drastisch weniger.

Werden Männer zu Vätern verändert sich ihr Einkommen nicht. Werden Frauen zu Müttern verändert sich ihr Einkommen dramatisch. Nach unten.

Kleven verglich die Einkommen von Frauen mit und ohne Kinder (Grafik A) miteinander, sowie von Männern mit und ohne Kindern (Grafik B). Bei Männern wirkt es sich in keiner Weise aus, dass sie Väter werden. Bei Frauen ist der Einkommensknick drastisch. Und er bleibt das gesamte Erwerbsleben unverändert auf viel niedrigerem Niveau als bei Frauen ohne Kind. Und führt damit zwangsläufig zu einer geringen Rente für Frauen.

Auch deshalb ist Altersarmut überwiegend weiblich.

Wie hoch wird die Rente? Einkommensunterschiede von Frauen und Männern mit Kindern. Bei Männern verändert sich Einkommen nicht, bei Frauen dramatisch.

 

Was können Sie nun für sich tun?

    • Problematik bewusst werden
    • sich über die eigenen Lebensziele Gedanken machen und aufschreiben
    • mit dem Partner gemeinsame, finanzielle Ziele besprechen und verhandeln (Anregungen dazu im Interview mit dem renommierten Paarberater Michael Mary)
    • bei der Gesetzlicher Rentenversicherung eine Kontenklärung beantragen (damit Sie sehen, wo Sie stehen)

 

Rundbrief

Garantiert kein Spam.

Ich erlaube der Geldfrau, meine E-Mail bis zu meinem Widerruf bei dem Servicer GetResponse zu speichern ( mehr erfahren )

 

Linktipps

+ zitiertes Interview mit Antje Schrupp in DIE ZEIT, 3. Mai 2017.
+ Doppelbelastung für Frauen – warum es ohne tatkräftige Partner nicht geht

Artikelfoto: Clem Onojeghuo @unsplash

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Das sagen Sie dazu

Sebastian
1+

Das überrascht mich jetzt nicht wirklich, wer weniger einzahlt, bekommt weniger raus und ich fände es auch nicht fair, wenn jene die durchgehend mehr einzahlen als andere, diese auch noch mit quer-subventionieren müssen.
Ich kenne einige Frauen aus meinem Bekanntenkreis, die nur sehr kurz der Arbeit ferngeblieben sind und dann mit ihrem Partner und Kinderbetreuung eine anteilige Lösung gefunden haben. Ab 63 wird ja auch nicht das angesparte Depot an jene verteilt, die in ihren Dreißigern sich Autos und Reisen geleistet haben 😉

    Geldfrau
    0

    Korrekt, Sebastian, das mit der Fairness und dem wenige einzahlen, wenig erhalten.
    Mir ist schlicht wichtig, das Frauen, die sich entscheiden, nicht mehr berufstätig zu sein, sich das mal durchrechnen. Und dann schwarz auf weiß sehen, was das für sie im Alter bedeutet. Dieses vage – wer nicht viel einzahlt kriegt auch nicht viel raus – hat als Zahl doch viel mehr Gewicht: Rente etwa 800 Euro (in meinem Beispiel). Wumms. Könnte ich nicht von leben.
    Gruß und Dank für’s Kommentieren!

Lilly
0

Boah! In Zahlen dargestellt ist das wirklich erschreckend, auch wenn mir das mit dem wenig einzahlen und dadurch wenig rausbekommen auch vorher schon klar war. Es hier konkret schwarz auf weiß (grün) nachlesen zu können macht einen gewaltigen Unterschied!

Das Problem ist nur, dass frau ganz schwer aus dieser Teilzeit/Minijob- und dazu noch geringer entlohnt-Falle herauskommt. Noch schwerer, wenn ein Großteil der Haus- und Familienarbeit an ihr hängenbleibt. Schließlich arbeitet sie ja “nur” den halben Tag und hat ja genug Zeit, um sich um alles zu kümmern. Mann ist da fein raus, kommt spät und geht früh, da “kann er ja leider nicht …”. Die klassische Rollenverteilung und die klassische Mütterfalle. Da ist Vollzeit arbeiten mitunter wahnsinnig schwer, da das alles nicht so einfach unter einen Hut zu bekommen ist. “Hotel Mama” ist hausgemacht und sicher auch wenig zukunftsträchtig.

Ich denke, wir müssen unsere Kinder aufs Leben vorbereiten und dazu gehören auch mit dem Alter zunehmende Aufgaben im Haushalt, einfach, weil es dazugehört im Leben, auch und gerade für unsere Söhne. Ohne diese Mitarbeit geht Vollzeit nicht und damit auch keine höhere Rente. Es liegt also an uns Müttern, die Kinder mehr in die Pflicht zu nehmen, erziehen heißt ja nicht Rundumversorgung bis 25!

Ich kenne nur sehr wenige Paare, die sich die Familienarbeit wirklich fair teilen und wo beide auch zufrieden sind in ihrer Rolle. Bewundernswert, wer das hinbekommt! Typisch sind sie in Deutschland bestimmt (noch) nicht. Arbeiten wir also dran!

    Geldfrau
    0

    Hi Lilly,
    ich kenne auch nur wenige Paare, die sich die Familienarbeit – das ist ein gutes Wort – hälftig teilen. Und ich sehe es wie du: Wir Frauen und Mütter müssen unsere Männer und auch Kinder in die Pflicht nehmen und die “Mitarbeit” beenden und zur gemeinsamen Familienarbeit kommen. Arbeiten wir daran! Wobei ich gern hätte, visionär gesprochen, wenn höhere Löhne dazu führen würden, dass ein Vollzeitjob nicht mehr 8-9 Stunden dauert, sondern 6 🙂 Wegen der Lebensqualität. Und keiner wollte bestreiten, dass wir als Gesellschaft nicht genug Geld für alle erwirtschaften würden. 😉

Sven
1+

Nimmt es mir nicht viel übel, liebe Frauen, aber welchen Grund gibt es denn mit 45 Jahren, wo das 1. Kind bereits 15 ( und das zweite logischerweise älter ) ist und dementsprechend mind. 6h pro Tag in der Schule ist, noch einen 450 Job nachzugehen?

Teilzeit bis 55 Jahre? Nun ist das Kind doch bereits, nehmen wir an mit 20 Jahren, also vor 5 Jahren bereits ausgezogen. Wozu muss man denn jetzt noch Teilzeit machen? Also entweder ist die Rechnung schön gemacht, damit es auch zum Titel des Artikels passt, oder aber die “Beispiel-Frau” hier ist schlichtweg faul ( zumindestens aufjedenfall ab da, wo das Kind außer Haus bereits ist).

Haushalt kann man sich gerecht aufteilen. Dafür brauch man keinen Teilzeit-Job 🙂

    Geldfrau
    0

    Hoi Sven,
    das ist eine Beispielrechnung. Und du wirfst Fragen auf, die ich auch habe. Es ist aber durchaus ein realistisches Szenario. Vergiss nicht das Beharrungsvermögen und die Gewohnheiten, die sich einschleichen. Und manche Frauen kommen auch aus der Teilzeitfalle nicht mehr heraus, von Seiten der Arbeitgeber. Deshalb ja diese Rechnung, zum Wachrütteln!
    Und ja! Der Haushalt kann gerecht aufgeteilt werden. Wieviele Paare kennst du, in denen das passiert und der Mann wirklich hälftig alles erledigt, Wäsche wäscht, kocht, einkauft, sauber macht etc. etc.?
    Ehrlich – ich kenne in meinem Umfeld (40 aufwärts) nur gaaaaaanz wenige. Bei den jüngeren Paaren ist das selbstverständlicher, was ich sehr gut finde.
    Wie ist das bei dir?

    Lilly
    1+

    Hi Sven, ich sehe das auch so, dass die Teilzeit weniger am Wollen liegt als viel mehr am Können bzw. Zulassen seitens Arbeitsgeber. Das liegt sicher auch an der Gegend, in der man arbeitet (Stadt/Land sowie evl Bundesland). In vielen Köpfen herrschat auch noch das traditionelle Denken vor, die Frau kümmert sich um den Haushalt und der Mann bringt das Geld heim. Evl was dazuverdienen wird zugunsten der eigenen Bequemlichkeit (?) vom Mann geduldet.

Daniel
1+

Generationenproblem:
Ein ganz großer Punkt in der Berechnung betrifft das soziale Umfeld, das mitunter für diese Situation verantwortlich zu machen ist. Geht man nur 4-5 Dekaden zurück, war es völlig selbstverständlich auch mal in einem 3-Generationen-Haushalt zu leben. Ich hatte das Glück als Kind ebenfalls in einem solchen Haushalt zu leben (Baujahr 85). Für mich war es völlig normal, dass Oma (Opa habe ich leider nie kennenlernen dürfen) mit im gleichen Haus lebte. Die war immer da, es hat nicht nur mir gut gefallen, es hat mit Ausnahme der Kleinkind-Alter-Jahre auch völlig den Druck von meiner Mutter genommen ständig da sein zu müssen und sie konnte wieder in en Job einsteigen.
Klar, Jobs usw. werden immer dezentraler, aber ich habe stellenweise den Eindruck, dass so etwas auch auf Elternseite heute gar nicht mehr gewollt ist. Heutzutage sind Großeltern fitter denn je, ein Schlüssel wäre es, dass die Frau möglichst schnell wieder arbeiten geht und die Großeltern, sofern sie denn wollen, stellvertretend einspringen. Es ist wirklich schade um das Talent vieler junger Frauen, die den Anschluss am Arbeitsmarkt verpassen “nur weil sie Kinder bekommen”. Dabei, und das ist mein subjektiver Eindruck, sind es insbesondere Frauen, die super Noten in den Hochschulen erreichen, während wir Jungs uns lieber um Auto, Party und sonstigen Vergnügen kümmern 😉

    Lilly
    1+

    Richtig. Die Großfamilie wäre hier sehr hilfreich. Nur arbeiten die Großeltern ja meist selbst noch, wenn die Enkel kommen und die Kinder mussten sich einen Job weit weg von den Ursprungsfamilien suchen bzw sind eben jwd gelandet. Vom Wohnungsproblem in Städten will ich jetzt nicht reden, das wäre eine weitere Baustelle.
    Ich bin von der Idee von Mehrgenerationshäusern sehr angetan, in dem jede Familie eine Wohnung hat, das Zusammenleben aber wie in einer Kommune stattfindet. Alt hilft Jung und Jung hilft Alt. Ohne unbedingt familiär miteinander verbunden zu sein.

    Geldfrau
    1+

    🙂

    Geldfrau
    0

    Da ging es dir wie mir, Daniel. Bei mir war auch Oma zuhause, wenn ich aus der Schule kam. Ich kann Mehrgenerationenhäusern ebenso sehr viel abgewinnen. Ich bin sehr gespannt, wie die nächste Generation mit der gesellschaftlichen Bürde umgeht, welche Schlüsse und neue/andere Wege sie daraus zieht.

BadBanker
1+

Tja, die Lösung scheint doch einfach: Heiraten.

Im Trennungsfall werden die in der Ehe erworbenen Versorgungsansprüche geteilt, im Erlebensfall (Frauen bekommen mit ohnehin 4-5 Jahre länger Rente w/Lebenserwartung als Männer eine bessere Verzinsung ihrer Beiträge) gibt´s zum Schluss Witwenrente.

Daher ist “Die gesetzliche Rente von Frauen liegt 2017 durchschnittlich bei 665 Euro im Monat.” nur dann richtig, sofern man sich auf die Rente wegen Alters bezieht (ca. 10 Mio. Renten). Mit 626 Euro betragen die 4,7 Mio gezahlten Witwenrenten durchschnittlich im Monat fast genausoviel, wie “Frau” im Erwerbsleben an normaler Altersrente bezieht.

    Geldfrau
    0

    Hi BadBanker,
    heiraten ja, “reicht” aber nicht. Denn der Mann erwirbt ja Rentenansprüche für SEIN Einkommen, von denen er im Alter leben können sollte. Wenn das durch 2 geht, gibt es für keinen der beiden eine auskömmliche Rente.
    Nur: Männer haben dann immer noch ein hohes Einkommen, mit denen sie den Rest bis zur Rente weiter hohe Rentenansprüche sammeln können. Frauen mit niedrigem Lohn schaffen da nicht mehr viele Punkte hinzu. Deshalb: Heiraten ja, aber bitte für beide eine Rente aufbauen, damit sie GETRENNT davon leben können. Bleiben sie zusammen – umso besser. Auch finanziell. 🙂

    PS: hübscher Username

    BadBanker
    0

    Merci. 🙂
    Von “hohen” Rentenansprüchen (beim Mann) bei durchschnittlich EUR 1.096 Altersrente zu sprechen, finde ich freilich recht verwegen.

    Lösung 2 wäre daher: Beamtin werden, um damit den Wirrungen der Rentenversicherung aus dem Wege zu gehen. Pensionen sind schließlich deutlich höher als die gesetzliche Rente.

    Geldfrau
    1+

    😊 auch eine Möglichkeit.

Marielle
2+

Hey 🙂
Da muss ich mich doch auch mal einschalten – das sind echt depremierende Zahlen. Aus meiner Sicht ist es durchaus richtig, dass die Rente gering ist, wenn man (egal ob Mann oder Frau) wenig einzahlt. Allerdings macht es das umso wichtiger, als Paar miteinander zu besprechen (vielleicht auch zu verhandeln) wie die Elternzeit und deren Auswirkungen und vor allem die Lebensgestaltung mit Kindern aussehen sollen.
Wird sich gemeinsam darauf geeinigt, dass einer von beiden für eine gewisse Zeit für die Familie zurücksteckt, sollte auch gemeinsam eine Altersvorsorge für BEIDE aufgebaut werden. Auch im Scheidungsfall werden die knapp 1000 € pro Person nicht ausreichen (aufgrund höherer Kosten für zwei Wohnungen, etc.) – eine private Vorsorge ist also ohnehin immer nötig…

Aus meiner Sicht ist es wichtig, dass Frauen und auch Männer offen über ihre Vorstellungen sprechen in Bezug auf die gemeinsame oder auch getrennte Zukunft. Wenn alle Optionen gemeinsam abgewägt wurden, wird es im Konfliktfall und Ernstfall deutlich leichter eine rationale Entscheidung zu treffen und im Interesse aller Beteiligten (vor allem der gemeinsamen Kinder) zu handeln.

Schwieriges Thema und ein Patentrezept gibt es sicherlich nicht – Aufmerksamkeit darauf zu lenken und die Menschen / Frauen aufzuklären, was das berufliche Zurückstecken langfristig bedeutet, ist genau das Richtige!
Danke Dir dafür 🙂

Liebe Grüße
Marielle

    Geldfrau
    0

    Danke Dir!


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